Kurz vor dem BotB07 sind Eigenverlinkungen in - na ja - Zweitblogs ja noch erlaubt, also bei Schnurbärte sind bäh gibt es einen Artikel über die unglaubliche(n), wunderbare(n), dröhnende(n), geschmeidig-fließende(n) Nadja! Und zwar hier.
Donnerstag, Mai 03, 2007
Donnerstag, April 19, 2007
Rise Above
Buzzer Online proudly presents: Doppelvideo MC Naked Barbarian feat. The Random Nerds und Madness Gone Bad!
Dienstag, Februar 20, 2007
Endlich heller
Bei Schnurbärte sind bäh gibt's ein Review zur leider missratenen Hella-Cd There's No 666 in Outer Space.
Donnerstag, Januar 25, 2007
Blick zurück in Langsamkeit
Ich hatte das Thema ja letztens schon mal angeschnitten.
Nun also mal was längeres zu Killdozer. Über den Ursprung des Namens kann man hier bzw. hier was nachlesen und hier gibt es noch was auf die Augen.
Nun also mal was längeres zu Killdozer. Über den Ursprung des Namens kann man hier bzw. hier was nachlesen und hier gibt es noch was auf die Augen.Killdozer gründeten sich 1983 und lösten sich 1996 nach einer stilsicher "Fuck You, We Quit!" betitelten Tour endgültig auf (zwischen 1990 und 1993 pausierte die Band). Killdozer bestand aus Sänger und Bassist Michael Gerald, Schlagzeuger Dan Hobson und Gitarrist Bill Hobson, der für die letzten drei Jahre von Paul Zagoras ersetzt wurde. Weitere kurzfristige Mitglieder listet der englischsprachige Wikipedia-Artikel auf, u.a. Tom Hazelmyer (Amphetamine Reptile Records).
Nicht nur wegen ihrer außerordentlichen Plattentitel, wie dem des Debüts Intellectual are the Shoeshine Boys of the Ruling Elite oder ihrem späten Meilenstein Uncompromising War on Art Under the Dictatorship of the Proletariat, werden Killdozer - vermulich nicht nur von mir - schmerzlich vermisst. Sondern auch wegen ihrem unnachahmlichen Sound der hier mit Grunge in Verbindung gebracht wird, aber das ist eine ähnliche Unverschämtheit wie die dauernde Titulierung der Melvins als Väter des Grunge. Der Sound von Killdozer war immer schleppend, lärmig und simpel. Auch wenn gerade die letzte Platte God Hears Pleas of the Innocent versuchte sich von diesem
abzugrenzen, was mitunter dazu führte, daß sie etwas zu volksnah wurden - wie der von Visions und Subraum bekannte Carsten la Tendresse meinte. Jedenfalls wechselte ihr Idiom von Punk zu Blues.Wofür Killdozer neben der Reibeisenstimme des Sängers (Joe Cocker, Du alter Chnorknabe!) berüchtigt waren, waren ihr teils als Hommage, teils als Verhöhnung gespielten Coverversionen. Neben ihrer wahnwitzigen Version von EMF's 'Unbelievable', das sie ins Programm aufnahmen nachdem sie aus einem Supportslot für EMF auf deren Nordamerikatour geflogen waren, ist v.a. das
Coveralbum For Ladies Only zu empfehlen, auf dem ausschließlich Versionen bekannter 1970er Hits enthalten sind, z.B. 'American Pie', 'One Tin Soldier', 'Hush', 'Take the Money and Run'. In diese Kerbe schlägt auch ihre letzte Veröffentlichung zusammen mit Alice Donut Michael Gerald's Party Machine Presents... auf der erst Alice Donut 'Every Christian Lion Hearted Man Will Tell You' der Bee Gees covern, dann Killdozer ihre Version des Procol Harum-Kloppers 'Conquistador' zum Besten geben und schließlich beide zusammen als Kill Donut 'Medley: Aquarius/Let the Sunshine in (the Flesh Failures)' mit dem Zusatz (From the American Tribal Love-Rock
Musical Hair) performen. Der ganze Spaß dauert gerade mal 10 Minuten hält aber dem Hippie-Mist und seinen zumindest Mitte der 90er noch reichlich vorhanden Apologeten aufs feinste den Spiegel vor. Killdozer und Alice Donut überlassen die versonnen-euphorische, peacige, optimistische Stimmung des Originals dem Nihilsmus mit dem Punk Mitte/Ende der 1970er die letzten Blumenkinder wegfegte. Danach war dann für Killdozer Schluß, ebenso für Alice Donut. Weil - wie Michael Gerald in einem Interview
2000 meinte - "[a]fter recording "Medley: Aquarius/Let the Sun Shine In" both bands realized it was the best recording ever done, and there was no longer a reason to exist."
Coveralbum For Ladies Only zu empfehlen, auf dem ausschließlich Versionen bekannter 1970er Hits enthalten sind, z.B. 'American Pie', 'One Tin Soldier', 'Hush', 'Take the Money and Run'. In diese Kerbe schlägt auch ihre letzte Veröffentlichung zusammen mit Alice Donut Michael Gerald's Party Machine Presents... auf der erst Alice Donut 'Every Christian Lion Hearted Man Will Tell You' der Bee Gees covern, dann Killdozer ihre Version des Procol Harum-Kloppers 'Conquistador' zum Besten geben und schließlich beide zusammen als Kill Donut 'Medley: Aquarius/Let the Sunshine in (the Flesh Failures)' mit dem Zusatz (From the American Tribal Love-Rock
Musical Hair) performen. Der ganze Spaß dauert gerade mal 10 Minuten hält aber dem Hippie-Mist und seinen zumindest Mitte der 90er noch reichlich vorhanden Apologeten aufs feinste den Spiegel vor. Killdozer und Alice Donut überlassen die versonnen-euphorische, peacige, optimistische Stimmung des Originals dem Nihilsmus mit dem Punk Mitte/Ende der 1970er die letzten Blumenkinder wegfegte. Danach war dann für Killdozer Schluß, ebenso für Alice Donut. Weil - wie Michael Gerald in einem Interview
2000 meinte - "[a]fter recording "Medley: Aquarius/Let the Sun Shine In" both bands realized it was the best recording ever done, and there was no longer a reason to exist."Bis letzten Herbst, da waren sie beim 25#jährigen von Touch and Go einfach mal wieder da, wenn auch einmalig, wie fast alle Reunions des Festivals. Allein die Meldung, daß Killdozer spielen würden, machte eindringlich klar wie sehr sie mit ihrer nervenzerrenden Mischung aus Humor und lärmig-walzendem Bastard aus Blues, Punk und 70er (Hard)Rock vermisst wurden. Und jetzt und zukünftig erst recht vermisst werden (werden)!
- KOMPLETTE Diskographie
- KOMMENTIERTE Überischt ALLER LPs
all Pictures borrowed from Touch and Go Records
Samstag, Januar 13, 2007
Full Blast
Denjenigen unter Euch, die sich etwas unter der Beschreibung Painkiller mit weniger Dub und mehr Rock vorstellen können, sei die Platte Full Blast von Peter Brötzmann, Marino Pliakas und Michael Wertmüller ans Herz gelegt. Allen anderen auch.
Kurz was zu den Beteiligten: nun ja, Peter Brötzmann ist eben Peter Brötzmann, hat mit so ziemlich jedem zusammen gespielt, wenn es um Jazz und besonders um den improvisierten, europäischen geht, genaueres siehe hier und hier. Marino Pliakas ist am Steamboat Switzerland beteiligt. Und Michael Wertmüller war der Schlagzeuger von Alboth! (von denen btw jede Sekunde uneingeschränkt zu empfehlen ist! (längerer Artikel hier)) und außerdem an 16/17 mit Alex Buess beteiligt und hat auch noch die eine oder andere Platte mit Peter Brötzmann gemacht.
Da es zu der Platte beim Blog Outer Space Gamelan ein sehr lesenswertes, aber auch sehr langes oder besser ausführliches, Review gibt, spar ich mir den Aufwand, mir noch groß was aus dem Kopf zu drücken, und verweise einfach auf den entsprechend Post.
Mittwoch, November 22, 2006
Manchmal, ja manchmal...
...ist man genau der blöde Konsument, wegen dessen Existenz sich die Musikindustrie Umsonstheftchen wie das intro erlaubt! Hab ich mir nämlich eine nicht nur dort heftigst gefeierte Platte einer noch stürmischer bejubelten Band blind oder besser taub gekauft. Und zwar Alarma Man von - genau - Alarma Man.
Das sind bestimmt nette Menschen und was ich hier zu sagen gedenke, ist auch gar nicht so sehr gegen die Band gerichtet, sondern einerseit gegen mich, nicht so blindlings irgendwelche Platten zu kaufen, aber andererseits v.a. gegen die völlig hirnfrei Superlative produzierende Hypemaschine.
Das sind bestimmt nette Menschen und was ich hier zu sagen gedenke, ist auch gar nicht so sehr gegen die Band gerichtet, sondern einerseit gegen mich, nicht so blindlings irgendwelche Platten zu kaufen, aber andererseits v.a. gegen die völlig hirnfrei Superlative produzierende Hypemaschine.
Zur Einstimmung mal der Anfang des Reviews aus intro:
Nach einem langen, harten Arbeitstag machst du es dir gern bequem, rauchst ein Köpfchen und lauschst entspannter Musik? Hey, Achtung! Leg bloß nicht Alarma Man auf! Sonst bleibt von dir nur noch der Abdruck im Sessel übrig. Meine Güte. Leben die in einer anderen Zeitdimension, oder haben die einfach sämtliche Adrenalinvorräte Skandinaviens aufgekauft?
Na das klingt für jemanden der Shorty für ne super Band hielt doch erstmal verlockend, denn im Sektor nervöser, frickeliger und gleichzeitig kraftvoller Musik, war es doch recht still geworden. Victim's Family ein Schatten ihrer selbst, No Means No dümpeln auch eher so vor sich hin, nicht gerade unsympathisch, aber eben unaufgeregt und unaufregend. Dillinger Escape Plan? Zu viel Testosteron... Gilt eigentlich auch für die meisten schwedischen Bands, auch wenn's da wenige gibt, die das Feld überhaupt bestellen, dort ist entweder Skatepark oder Garage (inkl. Tattoos, Geldbeutel an Ketten etc) angesagt. Also, nur allzu löblich, daß da mal was aus Schweden aus dem Bereich nachgeschoben wird. Das erste Stück heißt auch gleich 'Sweden Sweden' und es ist totlangweilig. Da versprüh ich ja mehr Elan, wenn ich gerade aufgewacht bin. Das was hier schräg sein soll, rockt einfach nur stoisch vor sich hin, vorhersehbar, austauschbar und gähn.
Also auf zum zweiten Stück, aber erstmal noch was aus'm intro:
Dass das Wort Mathe ein Synonym für Terror ist, war ja vielleicht einigen schon klar, aber niemals wurde das, was in den Gehirnen untalentierter Rechner beim Lösen schwieriger Aufgaben vorgeht, kongenialer vertont als von Alarma Man. Endlich spiegelt mal jemand meine ureigenen Gefühle wider.
Ach echt?
Der zweite Song ist auch laaangweilig. Der dritte Song hat zwar einen Supertitel ('Fell in Love with a Woman, Twice My Size'), aber Ihr wisst was kommt...
Der zweite Song ist auch laaangweilig. Der dritte Song hat zwar einen Supertitel ('Fell in Love with a Woman, Twice My Size'), aber Ihr wisst was kommt...
zurück zu intro
Obwohl die vier gestörten Typen aus Göteborg bestimmt was anderes sagen wollen, wenn sie ihre Musik als Math-Punk bezeichnen. Sie wollen sagen: Wir sind Teil einer völlig außer Kontrolle geratenen Maschine, die einer sehr eigenen und stringenten Logik folgt. Wir sind das vertrackte Gegenteil von Chaos und klingen gerade deswegen so fürchterlich schön nach Weltuntergang.
Wenn der Weltuntergang so klingt, dann muß da keiner Angst vor haben, könnte eher - ähm - laaangweilig werden. Obwohl, hey, im vierten Song tut sich mal was, das uninspirierte Vorsichhingerocke wird durch das beinahe dynamische Zusammenspiel aller Beteiligter fast ein Hit. Die Rhythmik ist halbwegs schräg, die Gitarren und der Bass sind sich auch nicht so richtig einig, sie können's doch, aber nur kurz. Denn mit Song fünf kehrt dann wieder Langeweile ein.
Das sieht der Kollege von intro offensichtlich ganz anders...
Vielleicht wollen sie auch was anderes sagen. Vielleicht sind die ja Kubisten oder so was. Wer weiß das schon? Einen Sänger, der einem da Näheres berichten könnte, haben sie nicht. Nur Gitarren, Bass und Schlagzeug. Jeder gegen jeden und alle zusammen gegen den Rest der Welt. Das klingt dann wie Fucking Am in brandgefährlich und dürfte sich auch mit Fug und Recht als Hardcore mit großem H bezeichnen.
das einzige was ich hier mit großem H schreiben würde: Höchst laaangweilig.
Obwohl, Song Nummer sechs kommt wieder ganz passabel daher, ein kleines Highlight und der einzige Grund die Platte nicht zum nächsten Second-Hand-Laden zu bringen.
Der Rest: Belanglosigkeit, mit oder ohne großes B. Aber der intro-Schreiber weiß was sich gehört, am Ende muß noch mal ein Kracher her, also los:
Ohne Gnade schrauben die Schweden die Mechanik des Irrsinns weiter und weiter und machen einen ganz kirre damit. Die passende Platte zum Tagesgeschehen. Ein tonnenschwerer Meilenstein.
Na dann! Ach so, hab ich vergessen zu erwähnen, daß die Platte als ein Spektakel der Ausgabe lief? Ach so, Pendikel haben im selben Heft eine gute, aber eher wohlwollende Kritik abbekommen.
Ach so, zum Schluß sollte ich noch kurz erwähnen, daß ich die ebenfalls auf Sinnbus veröffentlichten Platten von Delbo und Klez.e auch irgendwie überbewertet fand. Trotzdem freut's mich natürlich, daß es diese Plattform für kleine und eher unabhängig arbeitende Bands gibt und so. Also nichts für Ungut, Sinnbus.
p.s. daß ich mich v.a. über die für die CD ausgegebenen 11,50 bei Flight 13 ärgere, ist nur ein böses Gerücht.
p.s. daß ich mich v.a. über die für die CD ausgegebenen 11,50 bei Flight 13 ärgere, ist nur ein böses Gerücht.
Donnerstag, November 09, 2006
Spread those wings
Auf GPM findet sich ein Verweis auf die Ausnahmekünstlerin Wing Lee mit allen relevanten Links. Gute Unterhaltung.
Mittwoch, November 08, 2006
Musik muß nicht immer hier passieren...
Bei Schnurbärte sind bäh hab ich einen Post über die Liars veröffentlicht, wer mag kann hier weiterlesen.
Montag, Oktober 30, 2006
Pendikel - Live in Aachen!
Mittwoch, Oktober 25, 2006
Pendikel: Don't Cry, Mondgesicht
Vor manchen Aufgaben drückt man sich einfach, manchmal weil man nichts negatives über eine Platte schreiben will, manchmal - wie im Fall von Pendikels Don't cry, Mondgesicht - weil es unmöglich scheint der zu besprechenden Platte auch nur ansatzweise gerecht zu werden.
OK, nicht gerade eine wahnsinnig originelle Einleitung, zeigt aber vielleicht mit welchen Hemmungen ich mich seit nun mehr fünf bis sechs Wochen vor einem längst fälligen Review drücke. Da hilft nur eins, nämlich einfach mit der Tür ins Haus fallen: Die Platte ist ganz große Klasse! Weniger Art- oder Postrock als 3, weniger ArtNoiseCore oder Emo als Fu ruft Uta und Phantasievoll (aber unpraktisch), dafür von allem ein bißchen und ordentlich viel Indierock und sogar Popanleihen.
Pendikel haben und hatten schon immer einen ganz besonderen Stil, der auf dem typischen Gitarrenspiel und dessen Kombination mit dem Schalgzeug fußt und den charakteristischen Gesang von Carsten Sandkämper (früher intro-Schreiber, heute manchmal bei Spex) als quasi Topping mitbringt. Neben, über, unter, vor und hinter diesen Grundzutaten passiert noch unheimlich viel, Mellotronsprengsel, Samples, Vokodergesang, Bass, Keyboards. Daß die tollen Texte über privates und nicht ganz so privates bei den überschwenglichen Reviews bei Spex und intro besondere Aufmerksamkeit bekommen, ist natürlich nachvollziehbar, tut allerdings so als ob die Texte auf den ersten drei Platten nur schmückendes Beiwerk gewesen wären. So ein Quatsch! Hier sei nur an 'vielleicht' von Fu ruft Uta, 'Pubertäterä' von Phantasievoll (aber unpraktisch) und die Wimphymne (nach Martin Büsser) 'rausgehen, rocken und zerstör'n' von 3 erinnert, um nur mal ein paar zu nennen. Was in der Tat neu ist, ist der offensive Wille sich politisch zu äußern, wie im 'Arbeiterlied' oder bei 'Gewinner'. edit an: wobei politisch hier nicht sloganeering oder ideologisch verbrämten Sozialkitsch meint, sondern ein generelles Unbehagen oder Uneinverstandensein mit der Situation, das aber immer genug Abstand zu realpolitischen Programmen hält. edit aus
Meine Favoriten sind neben dem monolithischen Opener 'Dead City', von Pendikel auch als ihre Rock-Oper bezeichnet, 'Falsche Freunde' (wg des Keyboards und wg "dabei geht es nur um Musik"), 'Zitatmaschine' (wg des hysterischen Zitatwirrwarrs gegen Ende) und 'Nach dem Piepton' (wg der Zeilen "Uns bleibt leider nie viel Zeit für echte Betroffenheit (...) >>Melacholie kann dich ändern, wenn du es willst, ändert dich nie, wenn du sie niemals fühlst<<").
Kurz bevor wir zum Schluß kommen noch ein paar hard facts: Don't cry, Mondgesicht wurde als Duo (Oliver Klemm, Carsten Sandkämper) im BluBox Studio in Troisdorf zusammen mit Guido Lucas und im Klangewalt in Kerpen mit Lobo Panic aufgenommen. Erschienen ist sie, wie auch schon die drei Vorgängerinnen bei blunoise. Zu bestellen ist sie entweder bei Flight 13, bei blunoise oder bei Pendikel selbst.
Hier also das Fazit, vor dem ich mich so lange gedrückt habe: In seiner Bedeutung ist Don't cry, Mondgesicht höchstens mit Hallo Endorphin von ...But Alive zu vergleichen, natürlich gibt es genug Unterschiede, z.B. die Punkbasis von ...But Alive, aber als Popplatte mit deutschen Texten ist sie die einzige Referenz, die mir einfällt v.a. wg der stilistischen Vielfalt, aber zum Glück ohne eine Rammsteingedächtnisnummer ('Sicher' auf Hallo Endorphin). Außerdem weil beide Platten eine Öffnung hin zu Pop markieren, für ...But Alive auch gleichzeitig das Ende und ein halbgarer Neuanfang als Kettcar, aber für Pendikel ist es hoffentlich "nur" ein Schritt hin zur nächsten tollen Platte, dann 2010.


p.s. intro verweist auf Kolossale Jugend und Ostzonensuppenwürfelmachenkrebs, na ja, kann man machen, sind allerdings nicht die Vergleiche, die mir dazu einfallen...
p.p.s. ach so, demnächst gibt's Pendikel auch in Deiner Stadt! Aber dazu morgen mehr...
Dienstag, Oktober 24, 2006
Drehende Scheiben
Daß das Internet ein Quell ewiger Freude ist, wurde hier ja letztens schon geäußert. Allerdings gibt es im web2.0 nicht nur schöne Sachen für die Ohren, sondern auch für die Augen.
Bei der Recherche zu weiterführenden Informationenn über Gaping Maw stieß ich auf die Seite von Henrik Rylander, der neben musikalischen Projekten, die ich nicht kenne, auch eine lustige Fotoausstellung zum Thema meine Lieblinsplatte und ich unter dem Titel "Recordings of Time" hat. Die "Recordings of Time" entstanden 1997 und umfassen insgesamt 16 Bilder. Jedem Motiv liegt ein exakter Aufbau zu Grunde, dieser ist immer gleich. Rylander fotografiert mit jedem Bild 16 seiner Lieblingsplatten. Während des Fotografierens ist die Belcihtung so eingestellt, daß sie exakt so lange dauert wie eine Seite der Platte läuft. Es entsteht also ein Bild, das die Bewegung der Platte und des Tonarms sichtbar macht. Zum einen die Drehung des Vinyls und den zum Zentrum laufend Tonarm. Künstler, von deren Platten von den Rylander Fotos gemacht hat, sind u.a. Captain Beefheart, Marion Brown, New Order, Penderecki. Jedes Bild heißt nur nach dem Interpreten und den Spieldauer der fotografierten Plattenseite, das jeweilige Album läßt sich also nur durch den Gang zum eigenen Plattenschrank herausfinden.
Daß sich dies Bilder nur wenig voneinander unterscheiden, sollte klar sein. Klar, das Label auf der Platte sieht unterschiedlich aus, aber halt deutlich weniger, als wenn es im Ruhezustand fotografiert worden wäre, auch durch die Rillenmuster lassen sich Unterschiede ausmachen. Und somit wird bei aller Gleichförmigkeit doch das Individuelle jedes Fotos, also jeder Platte, zum Ausdruck gebracht.
Was Henrik Rylander also zeigt ist, daß bei aller formalen Gleichförmigkeit der Inhalt jede Platte einzigartig macht. Ob das jetzt als Cultural Studies-mäßiges Argument gegen Adornos Kulturpessismus ausreicht, sei mal dahin gestellt.
Hier noch mein Lieblingsbild mit dem Titel Archie Shepp 21:00, alle Bilder kann man sich auf der Homepage von Henrik Rylander hier anschauen.

Hier noch mein Lieblingsbild mit dem Titel Archie Shepp 21:00, alle Bilder kann man sich auf der Homepage von Henrik Rylander hier anschauen.

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Mittwoch, Oktober 18, 2006
Gaping Maw
Dank sei den Segnungen des Internets!

Habe ich doch dort eine CD von Gaping Maw gefunden, die - glaub ich - auch ihre einzige Aufnahme ist. Ist auf jeden Fall eine Live-CD, mit dem schönen Titel Two Improvistaions. Damit ist auch über die Entstehung schon alles gesagt, man hört drei Leuten (Kurt Johnson, Kyle Bruckmann und Tatsuys Nakatani) beim improvisieren zu. Diese drei bedienen bass guitar, double bass, electronics, minimoog, electronics, suona, drums, percussion (wie es im Booklet der schön gestalteten CD und auf der Homepage des Labels Archive heißt). Weder kannte ich irgendeinen der Beteiligten vorher, auch wenn Kurt Johnson wohl mal bei den Flying Luttenbachers gespielt haben soll, bei mir klingelt da nix, noch wusste ich was ein Suona sein soll, aber Wikipedia konnte mir helfen. Es ist eine chinesische Oboe, die es in zwei oder mehr Größen gibt. Die Suona besticht durch ihren "distinctively loud and high-pitched sound". Tja, das hilft in Bezug auf Gaping Maw doch schon mal weiter... .
Auf der CD sind, völlig überraschend, zwei Stücke, beide heißen nach ihren Aufnahmeorten, das erste folgerichtig: '30.24m> Nervous Center 11.02.01> Chicago' und das zweite: '10.14m> Candlestick Maker 08.09.02> Chicago'. Und einen schöneren Ort als den Nervous Center, rein namentlich, hätte es auch nicht geben können, um Gaping Maws Melange aus Improvisation, Krautrock und Guitarrendrones aufzunehmen und so programmatisch zu betiteln.
Musikalisch verwandt sind sie am ehesten mit Growing oder Mouthus, erinnern aber auch an die ebenfalls bei Archive erschienene Kollaboration von James Plotkin und Tim Wyskida, die 8 Improvistaions heißt. Jede Band reichert das dynamische Zusammenspiel von Gitarre und Schlagzeug dann entweder mit anderen Instrumenten an oder eben nicht. In diesem entstehneden Spannungsfeld geht es natürlich recht lärmig zu, allerdings wird immer genug Distanz zu "richtigen" Noisebands wie Merzbow oder Wolf Eyes gewahrt, diese entsteht durch einen stärkeren Bezug auf (Free) Jazz.
Die Veröffentlichungen von Archive sind generell zu empfehelen, wenn man was für dronige Sounds übrig hat oder sich gerne instrumentale Musik anhört, bei der die Stücke häufig lang sind und/oder laut. Besonder hervorzuheben sind neben Gaping Maw, die Platten von Growing und LSD March, beide heißen Live. Von LSD March gibt's auch noch eine andere CD bei Archive, die eher ruhiger und düsterer ist. Ganz weit vorne sind Archive auch was die Gestaltung angeht, immer extrem aufwendig und Format sprengend, weswegen die CDs wohl normalerweise im Ausklappcover kommen. Archive machen leider ausschließlich CDs und die sind generell limitiert, allerdings normalerweise wohl nicht so streng wie im Falle von Fushitsusha, von deren Archive-CD gibt's nur sechs Stück, dafür als sechsfach CD, also gut sieben Stunden Musik.
Die Veröffentlichungen von Archive sind generell zu empfehelen, wenn man was für dronige Sounds übrig hat oder sich gerne instrumentale Musik anhört, bei der die Stücke häufig lang sind und/oder laut. Besonder hervorzuheben sind neben Gaping Maw, die Platten von Growing und LSD March, beide heißen Live. Von LSD March gibt's auch noch eine andere CD bei Archive, die eher ruhiger und düsterer ist. Ganz weit vorne sind Archive auch was die Gestaltung angeht, immer extrem aufwendig und Format sprengend, weswegen die CDs wohl normalerweise im Ausklappcover kommen. Archive machen leider ausschließlich CDs und die sind generell limitiert, allerdings normalerweise wohl nicht so streng wie im Falle von Fushitsusha, von deren Archive-CD gibt's nur sechs Stück, dafür als sechsfach CD, also gut sieben Stunden Musik.

edit1: Hab mich mal durch meine Plattenkisten und das CD-Regal gekramt und dabei kam raus, daß Kurt Johnson in der Tat bei den Flying Luttenbachers war und das sogar noch bei einem meiner absoluten FL-Lieblingsalben, nämlich auf der "...The Truth is a Fucking Lie...", außerdem hat er noch auf Alptraum und Trauma mitgespielt.
Hier geht's zur Homepage der Flying Luttenbachers. Hier gibt's einen Wikipedia-Artikel zu Growing.
edit2: bei Gaping Maw gibt's natürlich nur BASSgitarre und keine "normale" Gitarre, nur so am Rande, bevor sich noch jemand beklagt.
Hier geht's zur Homepage der Flying Luttenbachers. Hier gibt's einen Wikipedia-Artikel zu Growing.
edit2: bei Gaping Maw gibt's natürlich nur BASSgitarre und keine "normale" Gitarre, nur so am Rande, bevor sich noch jemand beklagt.
Samstag, Oktober 14, 2006
Merkwürdig, Merkwürdig
bei Schnurbärte sind bäh gibt's ein klitzekleines Zitat zum sich drüber wundern oder freuen oder auch weinen...
hier geht's lang
hier geht's lang
Samstag, Oktober 07, 2006
Relaunch
Anlässlich des Relaunches von Buzzer (online) eine kleine Retrospektive von bereits bei Schnurbärte sind bäh veröffentlichten Posts, Artikeln oder younameit zum Thema Musik.
Demnächst mehr wissens- und unwissenswertes an dieser oder jener Stelle.
Schön, daß wir wieder da sind!
- hier wurde bereits bewiesen, daß fehler auch lustig sein können
- dann gab's noch was über einen Mann ohne Bart
- und noch was über einen kleinen aber feinen Blog
- einen myspace-bash
- was kurzes über Shellac
- über die Gemainsamkeiten vom Krümelmonster und Death Metal war auch wissenswertes zu berichten
- eine Einführung zu Oneida
- beim Zungenschnalzer Käse ging's eigentlich nur um fakejazz.com
- und was zu den Ex Models gab's letztens erst
Demnächst mehr wissens- und unwissenswertes an dieser oder jener Stelle.
Schön, daß wir wieder da sind!
New Day Rising
An dieser Stelle erscheint in Kürze die Fortsetzung von Buzzer Online, nur eben als Blog, nicht als Web Page.
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